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Adolf Meschendörfer



Adolf Meschendörfer ist 1877 in Kronstadt geboren und 1963 ebenda gestorben.
Als Herausgeber der Zeitschrift Die Karpathen (1907 bis 1914) spielte er eine herausragende Rolle in der Rezeption und Entwicklung der siebenbürgisch-deutschen Literatur. Nach der kriegsbedingten Einstellung der Zeitschrift zog sich Meschendöfer für einige Jahre aus dem literarischen Leben zurück und übernahm das Rektoramt des Honterusgymnasiums. Gegen Ende der 1920er Jahre wurde er schriftstellerisch wieder aktiver, wobei er mit seinen Romanen Die Stadt im Osten (1932) und Der Büffelbrunnen (1935) auf die konservativ-nationale und völkische Linie einschwenkte.


Werke

(Auswahl)
Vorträge über Kultur und Kunst, 1906
Leonore, Roman eines nach Siebenbürgen Verschlagenen, 1908
Siebenbürgische Elegie. Gedicht, 1927
Gedichte, 1930
Die Stadt im Osten, Roman, 1931
Dramen, 1931
Der Büffelbrunnen, Roman, 1935
Siebenbürgen, Land des Segens, Lebenserinnerungen, Prosa, Gedichte, 1937
Geschichten, 1947


Texte zu Adolf Meschendörfer

(Auswahl)
Edith Konradt, Grenzen einer Inselliteratur. Kunst und Heimat im Werk Adolf Meschendörfers. Frankfurt am Main u.a.: Lang 1987.

Ernst Kulcsar, Literatur des Abwegs – Literatur des Irrwegs. Die siebenbürgisch-deutsche Literatur in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Eine literatursoziologische Untersuchung am Beispiel von Adolf Meschendörfer, Hans Liebhardt und Arnold Hauser. Erlangen-Nürnberg: Univ. Diss. 2001.

Heinz Schullerus, Adolf Meschendörfers Siebenbürgische Zeitschrift «Die Karpathen» 1907-1914. Zeulenroda: Sporn 1936.

Stefan Sienerth, «Adolf Meschendörfers Zeitschrift Die Karpathen (1907-1914) und ihr Beitrag zur Herausbildung einer südostdeutschen Identität im Donau-Karpatenraum», in: Studien und Aufsätze zur Geschichte der deutschen Literatur und Sprachwissenschaft in Südosteuropa, II. Band, Beiträge zur deutschen Literatur in Südosteuropa im 19. und 20. Jahrhundert, Editat de Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V., München, 2008.

Stefan Sienerth, «Adolf Meschendörfer und Heinrich Zillich im Literaturbetrieb des ‹Dritten Reiches›», [ebd.]