Schließen
Schließen

Die Welttraumforscher.
Lieder, Zeichen, Forschungen

The World Dream Researchers.
Songs, Signs, Explorations

Hrsg. vom Kunsthaus Langenthal


Als am 14. Juli 1981 die Welttraumforscher ihre Reise antraten, war nicht absehbar, dass diese so bald kein Ende nehmen würde. Seit nunmehr über 30 Jahren arbeitet der Zürcher Christian Pfluger (*1963) mit Zeichnungen, Texten und Liedern am eigenwilligen und faszinierenden Universum des imaginären Trios, das reich bevölkert ist mit Gestalten wie Leguan Rätselmann oder Kip Eulenmeister und seinen Astronauten des Geistes. Dabei entstanden unter anderem 35 Tonträger – erst Kassetten, später auch LPs und CDs.
Was bislang stets eine Art Undercoverprojekt geblieben war, stellt das Buch Die Welttraumforscher. Lieder, Zeichen, Forschungen erstmals in einer Monografie vor und würdigt damit ein Werk, das Musik, Text und Bild zu einer einzigen Sprache vereint und das sich in jeder Hinsicht außerhalb von Zeit und Raum bewegt.

Das Buch ist durchgehend zweisprachig (dt./engl.) und wird vom Kunsthaus Langenthal herausgegeben. Es erscheint anlässlich der Retrospektive «Die Welttraumforscher. Ein Sommer in der Wirklichkeit», die vom 29. August bis 10. November 2013 im Kunsthaus Langenthal gezeigt wird.

«‹Die Welttraumforscher› is definitely one of the most interesting and interestingly weird idiosyncratic things originating from Switzerland.»(dispokino)

«Christian Pfluger verknüpft melodische Frickeleien und wahre Pop-Perlen zu einem dichten Netz aus musikalischen und künstlerischen Referenzen: der krude Elektro-Pop des Post-Punk mit deutschen, wohlformulierten Texten, Industrial, Minimal, Space-Folklore, surrealer Unfug, Art brut und fiktive Welt-Traumforschung in Wort und Bild.»(SPEX)

Inhalt:
  • 50 Abbildungen von Zeichnungen aus 33 Jahren Welttraumforschung: Kassettenhüllen, LP- und CD-Cover, die Zeichnungsserien «Bretzelberger Bilderbogen», «Großer Bilderbogen», Ankündigungsblätter und vieles mehr.
  • Ausgewählte Liedtexte aus über 35 Tonträgern, mit englischer Übersetzung
  • Christian Pfluger im Gespräch mit Raffael Dörig und Michael Hiltbrunner
  • «Folklore des Weltalls. Kosmische Musik und der Kosmos der Welttraumforscher». Ein Beitrag von Sebastian Reier (Die Zeit, taz, B-Music)
  • Biografie, Diskografie

Zum Buch erscheint bei Traversion außerdem die Vinyl 7" Single mit den beiden Songs «This Could Be The Greatest Love In Town» (1987) und «Mira II» (2000) von den Welttraumforschern.
Das Buch und die Single gibt es unabhängig voneinander oder zusammen als Vorzugsausgabe.

Zeitgleich gibt das Label A Tree in a Field Records / Planam die LP «Die singende Sternlaterne / Folklore des Weltalls 1982» mit zwei Kassettenalben von 1982 (eines bisher unveröffentlicht) heraus.



Unknown since 1981 – mehr zu den Welttraumforschern






















www.diewelttraumforscher.ch


Seinen Anfang nahm das Projekt in den frühen 1980er Jahren, beeinflusst vom amerikanischen und deutschen Post-Punk, Bands wie The Residents, Devo und Der Plan, aber auch der künstlerischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts, insbesondere Dada und Surrealismus (und deren Nachwirkungen im Punk und in der Popkultur). Christian Pfluger hat sich nie in der Mitte einer Szene bewegt. Sein Werk fand über die Jahre mal mehr, mal weniger Beachtung. 1999 zeigten sich anlässlich des Remixprojekts «remixen die Welttraumforscher» wichtige Exponenten der deutschen Electronica-Szene von Mouse on Mars bis Felix Kubin als Welttraumforscher-Fans. Doch die Welttraumforscher blieben trotzdem stets unter dem Radar der Öffentlichkeit.

Im Februar 2000 fragt sich Thomas Bohnet in der elektronischen Fanzine Leeson, wie es möglich sei, dass einer seit 1981 beharrlich an seinem Projekt sitzt, Jahr um Jahr Cassetten, Vinylplatten und CDs mit hübschen kleinen Popsongs veröffentlicht und man in all den Medien dennoch kaum etwas über die Welttraumforscher liest. Und das in der Schweiz, wo musikalisch nur wenig geheim bleiben könne und jede drittklassige Zürcher Rockcombo mit fetten Reviews abgefeiert werde. – Eine Frage, die auch dreizehn Jahre später noch so gültig ist, dass sie gerade deshalb auch müßig geworden ist. Was die Welttraumforscher seit über drei Dekaden an Kosmografien entwerfen, was sie an Liedern, Tönen und Klängen erzeugen, was sie an Verschrobenheit und Eigenwilligkeit in ihren Texten, Bildern und Forschungen hervorbringen, hat schon längst eine solche Eigendynamik und ein solches Eigenleben entwickelt, dass die Frage nach dem Resonanzraum obsolet geworden ist. Gleichwohl ist jede Produktion und jedes Produkt der Welttraumforscher eine Einladung an ein Publikum: «Das Welttraumforscher-Projekt ist vielleicht oft sehr solistisch, aber immer auf Kommunikation angelegt», meint denn auch Christian Pfluger im Interview. Wer die Einladung der Welttraumforscher annehmen mag, wird viel zu entdecken haben.

Dass die Welttraumforscher in all den Jahren nicht nur viel erlebt, sondern auch viel zu erzählen haben, bezeugt auch «Das Wörterbuch der Welttraumforscher», angelegt und zusammengetragen von Kip Eulenmeister. Es bietet «eine alphabetische Einführung in die Welt der Welttraumforscher» und vermittelt eine Vorstellung davon, welche Dimension das Projekt im Laufe der Zeit angenommen hat.



Liebe Lilli 1:37 [1986]


Deine allerschönsten Dinge 4:30 [1998]


This Could Be The Greatest Love In Town 3:04 [1987]


Konstruiert aus Sonnenschein 3:28 [2012]


Nordhaus (Version Feenfeld) 3:45 [2006]


Diskografie

CD- und Download-Veröffentlichungen
2010 Metacode (Download-Minialbum)
2009 Beverine Pale (CD-R)
2006 Feenfeld (CD)
2004 Vivinas Garten (CD)
2001 Geschichten aus dem Nordkristall (Mixed-Media-CD)
2000 Das Licht Loon (CD)
1999 Lass uns überlegen (Download-Single)
1998 mumu (CD)
1997 Leguan Rätselmann und seine geometrischen Lieder (CD)
1995 Sideria (CD)
1993 Gold vom tiefen Himmel (CD)

Vinyl-Veröffentlichungen
2013 This Could Be The Greatest Love In Town (Single)
2013 Die singende Sternlaterne / Folklore des Weltalls 1982 (LP)
2012 Aller Tage Abend (LP)
2011 Herzschlag Erde / Verdunkelt die Sinne (LP)
2005 Ohm Olunde (LP)
2005 21 Weltraum Standards (LP)
2002 Die Zivilisation der Farben (LP)
1999 Werkstatt Wasserstadt (LP)
1991 Ein Sommer in der Wirklichkeit (LP)
1991 Kip Eulenmeister (Single)
1990 Lia – Liebe Intelligenz Abenteuer (LP)
1989 Folklore des Weltalls (LP)
1989 Aller Tage Abend (LP)

Kassetten-Veröffentlichungen
2004 Cafe Kosmos (C-30)
2002 Hundert Schritte durch Europa (C-30)
2002 Theorie des kleinen Glücks (C-30)
2001 Experimente und Expeditionen (C-60)
1997 Radio Gagarins Welttraumforscher-Sendung (C-120)
1995 Vandiras Kult (C-60)
1993 Reise nach Bretzelberg (C-30)
1990 Discover the Cover (C-60)
1989 Zwanzig Jahre auf dem Mond (C-12)
1988 Darktown (C-30)
1987 Falsche Berge auf dem Weg (C-12)
1986 Binika (C-30)
1983 Die singende Sternlaterne (C-20)
1981 Herzschlag Erde (C-30)


Mehr und andere Töne von den Welttraumforschern:
A Tree In A Field Records
edition Stora
iNTERDISCO
staubgold



Zur Ausstellung «Ein Sommer in der Wirklichkeit»


«Ein Sommer in der Wirklichkeit» ist die erste umfassende Retrospektive des Projekts «Die Welttraumforscher». Zu entdecken gibt es die ganze Breite dieses außergewöhnlichen, kaum bekannten Werks, das Zeichnungen, Tonträger, Lieder, Texte, Filme und Videos umfasst.

Vernissage 28. August 2013, 19 Uhr
Ausstellung vom 29. August bis 10. November 2013



























Kontakt und Informationen:
Raffael Dörig, Leiter Kunsthaus Langenthal
raffael.doerig[at]kunsthauslangenthal.ch
www.kunsthauslangenthal.ch




Presse


digital brainstorming, 12. Oktober 2013: Raffael Dörig und die Welttraumforscher. Von Dominik Landwehr

Loop, Oktober 2013: Die Musikzeitung Loop widmet eine ganze Ausgabe den Welttraumforschern.
«Eines ist klar. Christian ist bestimmt kein Musiker. Er ist kein Instrumentalist, Sänger oder Texter. Er ist auch kein Arrangeur, Produzent oder gar Akkustiker. Er war nie Verleger, Chronist, Grafiker, Vordenker oder Forscher. Nein. Er war immer alles zusammen und gleichzeitig. Wenn Kip Eulenmeister im gleichnamigen Lied verlauten lässt, die WTF seien ‹Astronauten des Geistes›, dann ist Christian mit Sicherheit einer von ihnen. Man kann davon ausgehen: Bei der Präsentation eines neuen Ton-Opus auf dem hauseigenen Moniflabel hat Christian mindestens noch das Projekt zu einem Buch, den selbst gezeichneten Vorspann zu einem Trickfilm, die Skizze vom Plakat und den Redaktionsschluss der ‹Bretzelberger Nachrichten› im Kopf. So geht das. (Roland Strobel)

Der Bund, 22. August 2013: Der Planet der Welttraumforscher. Von Benedikt Sartorius
«‹Das Ziel war immer, den Leuten Freude zu bereiten. Die Freude ist der ultimative, universelle Zustand, um zu Fortschritt zu gelangen›, sagt Christian Pfluger im Gespräch, das im ausstellungsbegleitenden Buch Die Welttraumforscher – Lieder, Zeichen, Forschungen abgedruckt ist. Es ist eine Freude, die dank der Ausstellung, dem reich illustrierten Buch und dem auf Platte neu veröffentlichten Kassettenfrühwerk ‹Die Singende Sternlaterne/Folklore des Weltalls 1982› nachvollziehbar wird. Die Freude über die Entdeckung eines grossen Werkes. Eines, wie es auf einem grafischen Blatt der Welttraumforscher heisst, das ‹leise strahlt und Trost spendet›.»

aufabwegen [Magazin www.aufabwegen.de], 1. Mai 2012: Die Welttraumforscher [Zur LP Herzschlag Erde/Verdunkelt die Sinne]. Von Till Kniola (Zipo)
«In diesen elektronischen Humoresken, in den Verzweiflungstaten jenseits von Punk und Wave, in den lakonischen Alltagsbeschreibungen und in das Chaos eingeflochtenen filigranen Melodien findet sich die Blaupause für den Sound von Felix Kubin und vieler nach ihm. Die Welttraumforscher sind das Gegenstück zu Der Plan und doch auch Brüder im Geiste. Großartiger, märchenhafter, pulsierender elektronischer Naivpop. Für Entdecker!»

Intro, #136/2006: Die Welttraumforscher [Ohm Olunde]. Von Pascal Blum
«Dass pure Vernunft niemals siegen darf, beweist der Zürcher Christian Pfluger mit seinem Welttraumforscher-Projekt schon seit Jahren.»

Berliner Zeitung, 9. März 2005: Zeitlos träumend kreisend auf einer kleinen Melodie. Von Kirsten Riesselmann
«Die Texte greifen vor lauter Freude an den kleinen Dingen nach den Sternen, die Musik gebärdet sich ohne jede Attitüde lo-fi. Das geht genausogut zusammen wie Wenzel Storchs fantastomanische Märchenfilm-Bastelarbeit ‹Die Reise ins Glück›. Auf einer solchen befinden sich die Welttraumforscher immerhin seit Dekaden und haben zumindest mal bei Fred vom Jupiter, Pan-Tau und und den Dadasophen Rast gemacht. Ansonsten sind sie vollkommen immun gegen die modischen Wellenbewegungen der Popwelt. Zeitlos kreisen sie auf einer kleinen Gitarrenmelodie im Orbit und besingen die Schönheit des Weltentraums.»

Intro, 8. Februar 2005: Die Welttraumforscher [21 Welttraum-Standards]. Von Matthias Schneider
«Die Welttraumforscher sind der Polarstern am deutschsprachigen Lo-Fi-Electronica-Himmel.»

Intro, #97/2002: Die Welttraumforscher [Die Zivilisation der Farben]. Von Rasmus Engler
«Die Welt der drei Traumforscher mag klein sein, doch sie ist freundlich und unendlich. Mieslinge und ähnliches Unvolk mögen es kitschig und kindlich nennen, doch ebenjene sollen auch missverstehen, dass dies in seiner Schönheit – wie alle Schönheit – hin und wieder ein wenig anstrengende Werk auf irgendeine, mir auch nicht unbedingt einleuchtende Weise von enormer Wichtigkeit ist. Was ich durch folgende Zeilen aus dem Stück ‹Das Rote Restaurant› belege: ‹Ist es nicht seltsam / Wohin wir kommen / Ist es nicht seltsam / Ein Tier im Magen.› Dass dem nichts hinzuzufügen ist, dürfte auch dir einleuchten, Arsch.»

SPEX, 10/2001: Die Welttraumforscher. Von Waltraud Blischke
«Christian Pfluger verknüpft melodische Frickeleien und wahre Pop-Perlen zu einem dichten Netz aus musikalischen und künstlerischen Referenzen: der krude Elektro-Pop des Post-Punk mit deutschen, wohlformulierten Texten, Industrial, Minimal, Space-Folklore, surrealer Unfug, Art brut und fiktive Welt-Traumforschung in Wort und Bild.»

Hinter-Net! [Blog, www.hinternet.de], 2000: Die Welttraumforscher. Von Katja Preissner
«Wenn Paul McCartney zu viel gehascht hat, dann hat er wahrscheinlich solche Musik komponiert: fröhliche Psychedelic-Liedchen. Leider hatte er immer Menschen an seiner Seite, die verhindert haben, dass allzuviel davon auf Platte kam: erst der genialische Lennon, dann die langweiligen Wings. Aber gottseidank gibt es ja die Welttraumforscher.
Die haben keine Angst vor Kinderlied-Melodien, Uff-ta-ta-Rhythmen, 80er-Jahre-Sounds und Erstklässler-Reimen. Sie frönen einem bunt-naiven Space-Pop, der einen augenblicklich in seinen Bann zieht. Die Songs klingen wie aus dem Ärmel geschüttelt, sind trotz simpelster Hooks und kindlichem Gesang allerdings bis aufs I-Tüpfelchen ausgetüftelt. Wahre Perlen sind darunter, perfekte Symbiosen aus Synthie- und Gitarren-Pop. Und gereimte Charme-Offensiven, die die Erde augenblicklich ein bisschen besser machen müssten.»

Leeson. Das elektronische Fanzine, Nr. 11, 2/ 2000: Die Welttraumforscher. Geheime Musik aus der Schweiz.
Thomas Bohnet im Gespräch mit Christian Pfluger

«Es ist eigentlich schon seltsam. Da sitzt einer seit 1981 beharrlich an seinem Projekt, veröffentlicht Jahr um Jahr Cassetten, Vinylplatten und CDs mit hübschen kleinen Popsongs und dennoch liest man kaum etwas über Die Welttraumforscher in all den Medien. Und das in der Schweiz, wo musikalisch nur wenig geheim bleiben kann und jede drittklassige Zürcher Rockcombo mit fetten Reviews abgefeiert wird. Über die Welttraumforscher hatte ich zuletzt etwas längeres im leider verblichenen Konstanzer-Zürcher Fanzine ‹Out Of Depression› gelesen, das der Bruder von LEESON-Kollege Markus Zinsmaier, Michael, herausgegeben hat – und das war 1991.»


Dank

Traversion dankt den Welttraumforschern, dem Kunsthaus Langenthal, A Tree In A Field Records und P'INC für die Zusammenarbeit sowie Gavin Weiß für das Mastering.



















DIE WELTTRAUMFORSCHER.
Lieder, Zeichen, Forschungen

Halbleinen
gebunden, fadengeheftet
24 x 33 cm, 96 Seiten
deutsch/englisch
ISBN 978-3-906012-04-9
EUR 28.- / CHF 36.-

Zum Shop / Order here







DIE WELTTRAUMFORSCHER.
This Could Be The Greatest
Love In Town

7" Vinyl Single
[TRVRSN01]
EUR 7.- / CHF 10.-

Zum Shop / Order here